Gastkommentar
zur derzeitigen politischen Lage...
Da verursachen Banker mit ihren gierigen Spekulationen
Milliardenschäden für die Volkswirtschaft. Tausende Sparer
wurden auf diese Weise zu Armen gemacht, ohne dass die
dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden! Um
diese Institutionen nicht zusammenbrechen zu lassen, "weil
sonst die Wirtschaft zusammenbricht" wurden einige Banken
mit Milliardenbeträgen aus öffentlichen Kassen (Gelder
der Steuerzahler!) gestützt. Infolge des Ausbleibens
von Krediten und über die "globale Schiene" herüber
gekommener Wirtschaftskrise hat sich das
Wirtschaftswachstum auf Null reduziert. Wunderbar für die
jetzt anlaufenden Tarifverhandlungen:
"Gewerkschaftliche Forderungen sind nicht bezahlbar". Seit
Jahren immer wieder zu hörende Argumente.
Diese Republik ist mit knapp 2 Billionen Euro verschuldet.
Bundesfinanzminister Schäuble will für 2010 die
Staatsverschuldung um sage und schreibe 83 Milliarden Euro
erhöhen! Daneben laufen die Bundeswehreinsätze im
Ausland munter weiter (2009 = 978 Millionen Euro). Mein
Gott, wo soll das enden? Ich sage, in einer Währungsreform.
Dann ist der Staat/Politik seine Schulden und der Kleine
Mann seine (Rest-)Ersparnisse los! Die Steuerreform wird
ausgesetzt, weil die Staatskasse leer ist. Wahlversprechen
brauchen so nicht eingelöst zu werden, die Wahl im
September 2009 ist gewonnen.
Vom Bürger völlig unbeachtet, weil nicht informiert, läuft
die Entwicklungshilfe in Höhe von 9,67 Mrd. Euro auch an
Länder munter weiter, die diese gar nicht mehr
benötigen, unter anderem Türkei 147 Mio. Euro; Syrien
27 Mio. Euro; Südafrika 131 Mio. Euro; Brasilien 98 Mio.
Euro; China 321 Mio. Euro. Und wenn auch ins
Gesundheitswesen richtig hinein geschaut wird, verschwinden
auch hier in Länder früherer Gastarbeiter weitere Millionen
Euro.
Diese Koalition wirft mit den ihr nicht gehörenden
Milliarden gerade ziellos um sich!
Ich frage: warum ermittelt die unabhängige Justiz nicht
intensiv gegen die spekulierenden Banker und zieht sie zur
Rechenschaft für die von ihnen angerichteten Schäden? Nein,
den Bürger über -zig Hintertüren zur Kasse zu bitten, ist
ja leichter und einfacher. Ja, man denkt in der Politik
überdies noch über zusätzliche Belastungen (PKW-Maut,
Einfrieren von Einkommen im öffentlichen Dienst, Kürzung
bei HARTZ IV etc.) nach. Längst geschluckte
Prämienerhöhungen durch die "Gesundheitsreform" belasten
den Bürger zusätzlich.
Und weil der Politik die Sozialkosten davonlaufen, weil die
"arme" Wirtschaft weiter Arbeitsplätze und der Staat
selbst weiteren Stellenabbau nach erfolgten
Tariferhöhungen androht (psychologische Kriegsführung!),
überlegt man (so der "Brutalaufklärer" Koch in Hessen), wie
man HARTZ-IV-Empfänger zum Arbeiten zwingen kann.
Unterm Strich warnt Thomas Mayer (Chefvolkswirt der
Deutschen Bank) im "Handelsblatt"vor einem Staatsbankrott,
wenn die Industrieländer nicht bis spätestens 2011 mit der
Haushaltskonsolidierung beginnen. Und er warnt daneben vor
den finanziellen Folgen der Überalterung unserer
Gesellschaft! Wie schön, immer wieder die Rentner! Dass
aber auch sie zum Konsum und damit der Konjunktur
beitragen, verschweigt man am liebsten.
Auch das Land Baden-Württemberg bringt sich neben Schäuble
gegenüber dem Bürger in Stellung, in dem der Stuttgarter
Finanzminister Stächele mit erhobenem Finger ankündigt: "Es
wird nicht ohne schmerzhafte Eingriffe (natürlich beim
ohnehin schon gebeutelten Bürger) gehen...“ Und die
Kommunen schließen sich unisono mit Ankündigungen von
Einschränkungen ihrer kommunaler Dienstleistungen an, die
primär jüngeren Familien sehr weh tun werden!.
Und bei diesem Szenario gibt es doch immer noch reiche
Leute, wie beispielsweise jener Baron August von Fink,
(Miteigentümer der Mövenpick-Gruppe) die es sich bei der
Verfolgung ihrer individueller Ziele leisten können, 1,1
(versteuerter?) Millionen Euro an die liberale Partei, FDP,
zu überweisen. Da kann doch Guido Westerwelle (na, endlich
mal am Trog!) frönen, "Leistung muss sich lohnen". Doch
damit nicht genug, selbstverständlich erhielt auch die
bayerische CSU vom Baron vor der jüngsten Landtagswahl 2008
einmal 430.000 und dann noch mal 390.000 Euro. Dafür haben
sich diese beiden Parteien gleichsam als "Dank" für die
Senkung der Mehrwertsteuer auf 7,7 Prozent "eingesetzt". So
macht man das, Geld überweisen und schon sind
entsprechende Beschlüsse gekauft...!
Unterm Strich muss man doch feststellen, das größte Risiko
im gegenwärtigen Krisen-Szenario trägt niemand anders als
der Kleine Mann, dem rücksichtslos (schön versteckt)
gnadenlos in die Tasche gegriffen wird.
Wann wird der Bürger endlich mal wach?
-ph- (20.01.10)