Realitätsverweigerung
Es ist nicht
neu, es wiederholt sich seit Jahrzehnten nach jeder
Wahl zum Bundestag oder zu Landesparlamenten: Die
dennoch immer wieder verblüffende
Realitätsverweigerung der deutschen Parteien, das je
nach Klientel variierende Schönreden von
deprimierenden Wahlergebnissen.
Nach den gestrigen 3 Landtagswahlen wird dieses Verhalten besonders gut erkennbar. Die Parteienlandschaft verändert sich in einer enorm deutlichen Art und man muss sich allmählich einen Ersatzbegriff für "Volkspartei" ausdenken.
Nach den gestrigen 3 Landtagswahlen wird dieses Verhalten besonders gut erkennbar. Die Parteienlandschaft verändert sich in einer enorm deutlichen Art und man muss sich allmählich einen Ersatzbegriff für "Volkspartei" ausdenken.


Einziges Trostpflaster ist, dass die NPD deutlich verloren hat. Leider haben die Ewiggestrigen erneut den Einzug in den Landtag geschafft.

Es spricht alles für die erste Annahme.



Saarland,
Sachsen, Thüringen. Nur in einem dieser Bundesländer
kann man noch von einer "Volkspartei" reden: In
Sachsen bei der CDU mit gut 40 % Zustimmung.
Nun kommt dann wieder die Stunde der Exegeten, der Wahlausleger, der "Alles-immer-schon-gewusst"-Habenden. Wir werden auch das überleben, bestimmt. Die Frage ist aber, ob die Parteien wirklich erkennen, was da in der Bevölkerung stattfindet und sich in den Wahlergebnissen niederschlägt.
Die sozialen Umbrüche seit Kanzler Schröder, die immer deutlicher werdende Ungerechtigkeit zwischen denen ganz oben und denen in der Mitte und unten, all das drückt sich darin aus, dass die ehemaligen Volksparteien dies mittlerweile nur noch marginal sind. Wir werden uns daran zu gewöhnen haben, dass die Mehrheit der Wähler entweder gar nicht wählt oder aber mit der Stimmabgabe abstraft.
CDU und SPD sind (noch?) nicht bereit, die gravierenden Umbrüche, die tief gehende Unsicherheit und Unzufriedenheit der Bevölkerung wirklich ernst zu nehmen und ihr Handeln danach zu richten. Mit der ständig wiedergekäuten Behauptung aller Parteien, es gehe nur darum, für die Menschen das Richtige zu tun, ist nichts erreicht. Selbst der einfältigste Wähler hat mittlerweile erkannt, dass in dieser Hinsicht zwischen Reden und Handeln Welten liegen. Gleiches gilt für den erneut zu besichtigenden Wettbewerb der Parteien im Versprechen von Wohltaten im Falle eines Sieges. Auf diesem Gebiet ist der Wähler schon oft genug regelrecht betrogen worden.
Aber dennoch können oder wollen es die Damen und Herren Wahlstrategen nicht lassen, die Volksverdummung immer wieder nochmals zu versuchen. Sie werden die Folgen ebenso auszuhalten haben.
A.S (31.08.09)
Nun kommt dann wieder die Stunde der Exegeten, der Wahlausleger, der "Alles-immer-schon-gewusst"-Habenden. Wir werden auch das überleben, bestimmt. Die Frage ist aber, ob die Parteien wirklich erkennen, was da in der Bevölkerung stattfindet und sich in den Wahlergebnissen niederschlägt.
Die sozialen Umbrüche seit Kanzler Schröder, die immer deutlicher werdende Ungerechtigkeit zwischen denen ganz oben und denen in der Mitte und unten, all das drückt sich darin aus, dass die ehemaligen Volksparteien dies mittlerweile nur noch marginal sind. Wir werden uns daran zu gewöhnen haben, dass die Mehrheit der Wähler entweder gar nicht wählt oder aber mit der Stimmabgabe abstraft.
CDU und SPD sind (noch?) nicht bereit, die gravierenden Umbrüche, die tief gehende Unsicherheit und Unzufriedenheit der Bevölkerung wirklich ernst zu nehmen und ihr Handeln danach zu richten. Mit der ständig wiedergekäuten Behauptung aller Parteien, es gehe nur darum, für die Menschen das Richtige zu tun, ist nichts erreicht. Selbst der einfältigste Wähler hat mittlerweile erkannt, dass in dieser Hinsicht zwischen Reden und Handeln Welten liegen. Gleiches gilt für den erneut zu besichtigenden Wettbewerb der Parteien im Versprechen von Wohltaten im Falle eines Sieges. Auf diesem Gebiet ist der Wähler schon oft genug regelrecht betrogen worden.
Aber dennoch können oder wollen es die Damen und Herren Wahlstrategen nicht lassen, die Volksverdummung immer wieder nochmals zu versuchen. Sie werden die Folgen ebenso auszuhalten haben.
A.S (31.08.09)