Herdprämie
römisch-katholisch
Welch
schönes, braves, gottgefälliges Leben kann man
führen, wenn man alles glaubt, was einem aus Rom, vom
zuständigen Bischof oder vom Pfarrer auf der Kanzel
eingetrichtert wird. Und dazu braucht man wahrlich
kein Abitur. Im Gegenteil, oftmals ist es sogar
besser, einfachen Bildungsstandes zu sein. Lesen Sie
weiter und Sie werden es erkennen.
Das Zeitalter der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert hat sich erheblich geplagt damit, den Menschen zu erklären, dass sie gerne und ohne schlechtes Gewissen selbständig denken dürfen. Immanuel Kant, die intellektuelle Ikone dieser Zeiten, hat folgenden Satz geschrieben: "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!". Alle, die sich damals zu solchen "Ketzer"-Sprüchen bekannten, mussten mit erbittertem Widerstand vor allem der katholischen Kirche rechnen. Was wir heute für mehr oder weniger selbstverständlich halten, war früher alles andere als das.
Allerdings züngeln die Flammen der konservativen Denke immer wieder aufs Neue hoch, in letzter Zeit auch vermehrt. Leider scheint die Radikalisierung des christlichen Glaubens nach dem Vorbild der radikalisierten Muslime allmähliche auch in den westlichen Ländern immer beliebter zu werden. Etwa nach dem Motto: Was die können, das können wir auch - und überhaupt diese viele Freizügigkeit, dieses Abwenden von der Bibel, dieses ständige Nachforschen und in Frage stellen, all das muss aufhören.
Vergangenen Donnerstag hat sich das politische Magazin Kontraste u.a. in einem Beitrag mit dem von der CSU durchgesetzten Familiengeld und mit dem allgemeinen Familienbild dieser Partei unter deren Einflüsterern beschäftigt. Letztlich geht es darum, für daheim bleibende Kinder, die nicht in eine Kinderkrippe gehen, bares Geld auszuzahlen. Diese Idee wird von Fachleuten seit Jahren kritisiert und es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass viele arme Familien lieber das Geld nehmen als ihr Kind in die Krippe zu geben.
Christine Haderthauer (CSU), Familienministerin in Bayern, hat hier selbstverständlich entsprechend linientreue Ansichten: "Es ist einfach was anderes die Liebe, den Rückhalt der Bezugsperson im Focus der Bezugsperson zu sein, als sich mit 5,6,7, 8 anderen um die Zuwendung der Erzieherin, sei sie noch so toll, in einer Krippe streiten zu müssen." Nun darf man sich nur so für sich die Frage stellen, wie denn das sei, wenn mehrere Kinder zuhause erzogen werden. Müssen diese Kinder nicht auch täglich um Zuwendung streiten?
Das Zeitalter der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert hat sich erheblich geplagt damit, den Menschen zu erklären, dass sie gerne und ohne schlechtes Gewissen selbständig denken dürfen. Immanuel Kant, die intellektuelle Ikone dieser Zeiten, hat folgenden Satz geschrieben: "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!". Alle, die sich damals zu solchen "Ketzer"-Sprüchen bekannten, mussten mit erbittertem Widerstand vor allem der katholischen Kirche rechnen. Was wir heute für mehr oder weniger selbstverständlich halten, war früher alles andere als das.
Allerdings züngeln die Flammen der konservativen Denke immer wieder aufs Neue hoch, in letzter Zeit auch vermehrt. Leider scheint die Radikalisierung des christlichen Glaubens nach dem Vorbild der radikalisierten Muslime allmähliche auch in den westlichen Ländern immer beliebter zu werden. Etwa nach dem Motto: Was die können, das können wir auch - und überhaupt diese viele Freizügigkeit, dieses Abwenden von der Bibel, dieses ständige Nachforschen und in Frage stellen, all das muss aufhören.
Vergangenen Donnerstag hat sich das politische Magazin Kontraste u.a. in einem Beitrag mit dem von der CSU durchgesetzten Familiengeld und mit dem allgemeinen Familienbild dieser Partei unter deren Einflüsterern beschäftigt. Letztlich geht es darum, für daheim bleibende Kinder, die nicht in eine Kinderkrippe gehen, bares Geld auszuzahlen. Diese Idee wird von Fachleuten seit Jahren kritisiert und es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass viele arme Familien lieber das Geld nehmen als ihr Kind in die Krippe zu geben.
Christine Haderthauer (CSU), Familienministerin in Bayern, hat hier selbstverständlich entsprechend linientreue Ansichten: "Es ist einfach was anderes die Liebe, den Rückhalt der Bezugsperson im Focus der Bezugsperson zu sein, als sich mit 5,6,7, 8 anderen um die Zuwendung der Erzieherin, sei sie noch so toll, in einer Krippe streiten zu müssen." Nun darf man sich nur so für sich die Frage stellen, wie denn das sei, wenn mehrere Kinder zuhause erzogen werden. Müssen diese Kinder nicht auch täglich um Zuwendung streiten?

Links sehen Sie einen Herrn Johannes Schroeter vom Familienbund der Katholiken in Bayern. Dieser Mensch hat in der oben erwähnten Sendung folgenden Satz zu Besten gegeben:
"Es ist allenfalls eine Frage der Wertmaßstäbe. Ich erlebe es oft in unserer eigenen katholischen Kirche, dass ich darauf hinweisen muss, dass für uns jemand gescheitert ist, der nicht in den Himmel kommt und nicht jemand, der sein Abitur verpasst hat."
Lesen Sie sich diesen Satz, vor allem den zweiten Teil, ruhig noch einmal durch. Unglaublich, oder? Abgesehen von der Frage, wie man das denn feststellt, ob nun jemand in den ominösen Himmel kommt oder nicht, läuft doch diese Behauptung von Herrn Schroeter darauf hinaus, dass es besser sei, dumm aber gottgefällig zu sterben als umgekehrt.
Bildungspolitik, mehr Geld für Kitas, bessere Schulen, Chancengleichheit in der Bildung, papperlapapp. Hauptsache ist doch, das Kind geht schön fleißig in die Kirche, beichtet regelmäßig seine enormen Sünden, befolgt brav die Weisungen von Hochwürden.
Der Herr wird's dann schon richten. Ein einfaches Weltbild für einfache Gemüter.
Gleichzeitig beängstigend rückwärtsgewandt. Ist das unsere Zukunft?
A.S (14.11.09)