Hirnverstrahlung
Wer hier bei
uns in diesem unserem Lande immer noch der
Überzeugung sein sollte, wir lebten in einer offenen
und transparenten Demokratie, der sollte nun aber
endlich und konsequent in sich gehen. Denn trotz der
immer wieder gescholtenen totalen Durchdringung
unseres Alltags durch permanente Information über
alle Medien, trotz der engagierten Arbeit der
Internet-Plattform NACHDENKSEITEN.DE, die überwiegend zu
Recht die ständige Manipulation durch bestimmte
Medien und politische Strippenzieher beklagt,
trotz alledem schimmern immer wieder mal neue und
verblüffende Erkenntnisse durch. Und plötzlich
wird einem fast schon schmerzlich klar, dass die
Vermutungen über Tricksereien interessierter
Kreise, die man schon seit Jahren in sich trug
aber nie beweisen konnte, offensichtlich noch
krasser und menschenverachtender sind, als man es
sich überhaupt vorstellen konnte.
Es geht um Gorleben, das seit mittlerweile Jahrzehnten angedachte Endlager für atomar verseuchten Strahlenmüll der deutschen Energieversorger. Wie viele Milliarden Euro sind da schon investiert worden, wie gering der Anteil der beteiligten Wirtschaft daran war und ist und wie sehr der Finanzier all dieser Abenteuer im Interesse der grenzenlosen Gewinnmaximierung, der Steuerzahler, hinters Licht geführt und für dumm verkauft wurde, all das wird nun endlich etwas deutlicher.
Wie viele Polizisten sind für Gorleben Tag und Nacht geradegestanden, haben ein kaltschnäuziges Projekt der Stromindustrie verteidigen müssen gegen den von Anfang an massiven und begründeten Protest und Widerstand der um Gorleben herum lebenden Menschen. Manch ein Schutzmann wird sich nun selbst ebenso verwundert die Augen reiben, wie seine Kollegen schon seit Jahren, die einst für Wyhl und Wackersdorf und damit verbundene politische Märchenerzähler ihre Köpfe hingehalten hatten.
Noch einmal: Wer immer noch daran glaubt, dass Politik und Wirtschaft zwei völlig unabhängig voneinander agierende gesellschaftliche Gruppen seien, der sollte nunmehr - spät, aber immerhin - ins Grübeln geraten.
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete kürzlich u.a. folgendes:
"Nach einem Schriftverkehr, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt, drängten die Ministerien für Forschung und für Inneres, damals unter den Ministern Heinz Riesenhuber (CDU) und Friedrich Zimmermann (CSU), die zuständige Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), ein maßgebliches Gutachten in wichtigen Passagen umzuschreiben. Das geht aus einem Fernschreiben hervor, das das Forschungsministerium am 13. Mai 1983 an die Fachbehörde sandte."
Es geht um Gorleben, das seit mittlerweile Jahrzehnten angedachte Endlager für atomar verseuchten Strahlenmüll der deutschen Energieversorger. Wie viele Milliarden Euro sind da schon investiert worden, wie gering der Anteil der beteiligten Wirtschaft daran war und ist und wie sehr der Finanzier all dieser Abenteuer im Interesse der grenzenlosen Gewinnmaximierung, der Steuerzahler, hinters Licht geführt und für dumm verkauft wurde, all das wird nun endlich etwas deutlicher.
Wie viele Polizisten sind für Gorleben Tag und Nacht geradegestanden, haben ein kaltschnäuziges Projekt der Stromindustrie verteidigen müssen gegen den von Anfang an massiven und begründeten Protest und Widerstand der um Gorleben herum lebenden Menschen. Manch ein Schutzmann wird sich nun selbst ebenso verwundert die Augen reiben, wie seine Kollegen schon seit Jahren, die einst für Wyhl und Wackersdorf und damit verbundene politische Märchenerzähler ihre Köpfe hingehalten hatten.
Noch einmal: Wer immer noch daran glaubt, dass Politik und Wirtschaft zwei völlig unabhängig voneinander agierende gesellschaftliche Gruppen seien, der sollte nunmehr - spät, aber immerhin - ins Grübeln geraten.
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete kürzlich u.a. folgendes:
"Nach einem Schriftverkehr, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt, drängten die Ministerien für Forschung und für Inneres, damals unter den Ministern Heinz Riesenhuber (CDU) und Friedrich Zimmermann (CSU), die zuständige Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), ein maßgebliches Gutachten in wichtigen Passagen umzuschreiben. Das geht aus einem Fernschreiben hervor, das das Forschungsministerium am 13. Mai 1983 an die Fachbehörde sandte."

Ein letztes Zitat aus der "Süddeutschen" belegt die Unverfrorenheit der Verantwortlichen:
"Auch für den letzten, zusammenfassenden Teil gibt es einen Vorschlag: Dass nämlich 'berechtigte Hoffnung besteht, dass im Salzstock Gorleben ein Endlager für alle Arten von radioaktiven Abfällen' eingerichtet werden könne. Im Übrigen bittet das Ministerium, den 'vermutlich hypothetischen Störfall des Wasser- und Laugenzutritts (...), der an mehreren Stellen die am 11.05.1983 diskutierte Zusammenfassung und Bewertung bestimmt, etwas weiter vom Zentrum der Betrachtung wegzurücken' - mit anderen Worten: herunterzuspielen. So geschah es dann auch. Die Gefahr, dass Radioaktivität ins Grundwasser gelangen könnte, spielt in dem Bericht keine große Rolle mehr."
Und was geschieht nun von entsprechender Seite? Kanzleramtschef de Maizière, ein Parteifreund des Pfälzer Exkanzlers, wirft dem amtierenden Umweltminister Gabriel vor, dessen behauptete Einwirkung der Kohl-Regierung auf die Gorleben-Gutachter sei "irreführend und unredlich".
Es ist Wahlkampf, keine Frage. Aber muss man deswegen gleich so offen zeigen, wie viel wichtiger unseren Politikern der Machterhelt im Vergleich zur Gesundheit der Menschen ist?
A.S (10.09.09)