Wahlfinale - Teil 2

Wie sehr die Wahlniederlage des Florian Hartmann einige Menschen in und um Brusl schmerzt und wie sehr diese dann zu völlig irrationalen Ausbrüchen tendieren, das zeigt eine E-Mail, die am späten Abend des gestrigen Wahltages hier einging. Hier der Wortlaut:

Sehr geehrter –ist mir eigentlich egal-wie Sie heißen,

da Sie und Ihre Kollegen ja so auf Meinungsfreiheit stehen,nehme ich mir jetzt die Freiheit Ihnen meine Meinung zu sagen.Wissen Sie was ganz schlechter Stil ist-nachzutreten-aber was anderes habe ich auch nicht von Ihnen erwartet.Ich sage nur, unterste Schublade,armes Bruchsal!!!


Den Namen der Schreiberin lassen wir einfach mal weg, wir wollen ja niemand bloßstellen. Und es soll auch lobend erwähnt werden, dass die Dame zu ihrer Meinung mit gültiger E-Mail-Adresse steht und nicht anonym agiert.


Wen sie allerdings mit
Ihre Kollegen meint, kann man nur raten, es sind wohl die zwei Brusler Blogs (siehe Links in der Titelleiste oben), die auch eine recht kritische Meinung über den Kandidaten Hartmann veröffentlicht haben. Es gibt Menschen, die können nicht hinnehmen, dass ihre eigene Meinung nicht von allen akzeptiert wird.

Die Schreiberin meint anscheinend, sie müsse begründen, warum sie sich die Freiheit nehme, die eigene Meinung einem anderen mitzuteilen. Genau da scheint mir ihr Denkfehler zu sein, es ist Jedermanns gutes Recht, seine Meinung kundzutun. Der erwähnten Blogs, dieser Homepage und eben auch der bösen Dame.

Sie behauptet, hier sei nachgetreten worden. Das ist wohl eine ganz persönliche Sicht und Meinung. Die Beurteilung des OB-Bewerbers Hartmann war auf dieser Seite hier immer ziemlich eindeutig und es ist nicht einzusehen, dass man nun angesichts der verlorenen Wahl des Mannes plötzlich Mitgefühl oder gar Mitleid heucheln soll. Schon gleich gar nicht mit der ihn unterstützenden CDU. Die müssen und werden (überwiegend hinter den Kulissen) miteinander austragen und besprechen, welche gravierenden Fehler sie gemacht haben. Und das sollen sie auch schön unter sich ausmachen.

Der letzte Satz mit der berühmt-berüchtigten untersten Schublade ist in vielerlei Hinsicht deutungsfähig. Er könnte sich z.B. gegen die Schreiberin wenden, weil sie ungewollt ihr Verständnis von Demokratie und freier Meinungsäußerung dokumentiert. Aber was soll´s, wir alle werden es überleben. Schon Rosa Luxemburg hat vor langen Jahren den Satz geprägt, der bis heute nichts von seiner Wahrheit verloren hat:
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden.

Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

A.S (27.07.09)