Verzweiflung und Trauer in Brusl
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Verzweiflung vielerorts, weil nicht wenige hier bei uns befürchten, dass sich trotz des beeindruckenden Engagements vor allem hier im Internet am kommenden Sonntag die schweigende Mehrheit der Brusler letztendlich doch für den Kandidaten Hartmann entscheiden werde.

Ein Zeichner, der namentlich nicht genannt werden will, hat uns die nebenstehende Karikatur zukommen lassen. Sie drückt auf recht eindeutige Art aus, was viele vermuten: Der CDU-Bewerber Hartmann als unseliger Nachfolger und Marionette des selbstherrlichen "Regenten" Doll. Die Stadt also weiterhin in der Hand der Mehrheitspartei, die seit gefühlten Ewigkeiten die Geschicke Brusls bestimmt.

Trauer kommt noch dazu wegen der Situation mit der International University in Brusl. Trauer nicht so sehr deswegen, weil diese von Anfang an auf tönernen Füssen gebaute "Institution" jetzt endgültig schließt, sondern Bedauern für die gebeutelten Studenten, die viel Geld letztlich für unfertiges Studium bezahlt haben und für die Beschäftigten der IU, die ihren Job los sind.

38 Arbeitnehmer stehen vor dem beruflichen Aus, bei der derzeitigen Lage auf dem Arbeitsmarkt eine alles andere als harmlose Situation.

Und nochmals zurück zu "Nadolleon": In altbekannter Manier stellt er sich mal wieder hin und schimpft auf die Betreiberfirma Educationtrend, sie alleine ist quasi schuld für die verfahrene Lage an der IU. Kein Wort natürlich zu seinen, Doll's, Versäumnissen, zum machen lassen einer unsäglichen Erst-Rektorin. Alle Mahner und Warner der vergangenen gut 10 Jahre wurden von Doll ständig als Miesmacher und Nestbeschmutzer diffamiert.

Dafür ist der (endlich) scheidende OB Doll bekannt, dass er sich zwar ständig selbst als OB aller Bürger ohne Parteiblindheit bezeichnete aber tatsächlich häufig unklare Ziele mit teilweise vermuteter aber nie bewiesener Motivation verfolgte. Alles wird und wurde von ihm so lange vehement bejubelt, bis der Widerstand ein bestimmtes Maß überschritt. Plötzlich zeigte sich der Mann flexibel, nahm alles zurück und - besonders perfide - schob die Schuld anderen zu.

Womit wir wieder am Anfang dieses Artikels wären: Der Befürchtung, dass Herr Hartmann OB wird.

A.S (23.07.09)