Wer
gründlich sucht - liegt auch mal daneben...

Das ist Streib's bzw. der CDU-Führung nächster Versuch, mit einer oberflächlich betrachtet logischen Geschichte den Deckel drauf zu machen."
Obiges ist ein wörtliches Zitat aus einer E-Mail, die uns aufgrund des Artikels in der heutigen Ausgabe der Brusler Rundschau erreichte. Darin bemüht sich Redakteur Streib, etwas Licht in die Abläufe der Kandidaten-Findung vor allem bei der CDU zu bringen. Der E-Mail-Schreiber ist beim Lesen der Abhandlung wohl zu dem Schluss gelangt, dass die Batterien in der Taschenlampe von Streib schon ziemlich leer waren und dass dies auch Absicht gewesen sei.
In einer anderen Mail meint ein weiterer Schreiber kurz und bündig: "Da bricht ein Lügengebäude zusammen."
Wie dem auch sei: Allzu aufklärend und mit dem Gewinn fundierter Erkenntnis verbunden sind die Bemühungen von Streib nicht. Bevor Sie sich nun womöglich heftig über unsere Ignoranz erregen, Herr Streib, es sei zugegeben, dass die Auskunfts-Freudigkeit bestimmter Herrschaften aus der Führungsriege der hiesigen Schwarzen sicher nicht allzu groß ist. Die schieben alles auf den 16. September und die dann stattfindende Parteiversammlung. Dabei laufen sie natürlich Gefahr, dass noch mehr und noch wildere Gerüchte ins Kraut schießen könnten.
Allerdings liefert Herr Streib sogleich und quasi schon vorauseilend ein beruhigendes Pflaster für alle Unrat witternden Brusler: "Eine Rekonstruktion des Findungsprozesses ist dennoch in wichtigen Teilen möglich. BNN-Recherchen offenbaren dabei weniger undemokratische Machenschaften als ein teilweise recht glückloses Agieren." Nun, das ist doch ein echter Trost und eine Beruhigung für zweifelnde Geister.
Nun geht die Geschichte laut Rundschau also in ein wochenlanges Suchen und kaum Finden von "geeigneten" Menschen, die bereit gewesen wären, für den OB-Sessel im Namen der CDU in die Bütt zu steigen. Es wird auch der Obergrombacher Jens Skibbe namentlich erwähnt, aber "im Stadtverband hatte man jedoch schon im Februar mehrheitlich eine Präferenz für Schuhmacher gezeigt" - so weiter im Artikel. Kein Wort mehr über Skibbe, er ist von jetzt auf nachher regelrecht "begraben" worden.
Der "gebürtige Bruchsaler" Schuhmacher wird intensiv weiter erwähnt und hinterfragt bis schließlich - wie wir alle heute wissen - der für die CDU am wenigsten geeignete Kandidat Florian Hartmann auf den Schild gehoben wurde. Und blamabel scheiterte.
Als Fazit darf man wohl feststellen, dass Daniel Streib nun schon zum dritten Mal hintereinander über das unappetitliche Kandidaten-Karussell innerhalb der Brusler CDU schreibt. Das darf man als langjähriger Leser dieses Blattes erstaunt zur Kenntnis nehmen. Und sich fragen, ob der Grund dafür nicht auch in der doch recht intensiven und mehrdimensionalen Diskussion im Internet zu finden ist.
Wie auch immer Herr Streib, wir sind jetzt alle gespannt auf Ihren Kommentar in der Samstags-Ausgabe...
A.S (07.08.09)