Rätselhaftes Endergebnis
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Die Auszählung ist fast gelaufen. Das nunmehr vorliegende Ergebnis der Kommunalwahlen verwirrt nicht nur die Parteien sondern auch die aufmerksamen und politisch interessierten Bürger Brusl's.

Die CDU, immer noch unangefochtener Platzhirsch im konservativen Brusl verliert stattliche 5,57 % der Stimmen und steht damit in der gesamten Stadt bei 36,23 %.

Die SPD gewinnt (das wird sie trotz der relativ kleinen Zahl freuen) 2,37 %. Der Verlust der Schwarzen ist durchaus als dramatisch zu bezeichnen. Trotzdem kann man auch wieder die Bestätigung für den alten Brusler Spruch erkennen, wonach die CDU auch einen schwarzen Stecken hinstellen könne, er werde gewählt.

Die Freien Wähler haben auch recht deutlich verloren (-2,65) und die FDP kann sich über +1,97 der Stimmen freuen - der Apotheker Friedhelm Ernst ist unter allen Kandidaten der ungekrönte Stimmenkönig.

CDU-Fraktionschef Holoch wird in der heutigen Brusler Rundschau mit dem Ausspruch zitiert, die SEPA-Entscheidung habe seine Fraktion 2 Sitze im Gemeinderat gekostet. BNN-Kommentator Streib hat nicht unrecht, wenn er behauptet, dass dies so nicht stimmen könne. Denn in diesem Falle müssten die SPD und die FDP deutlicher zugelegt, die Grünen Stimmen verloren haben, sie legen jedoch minimal zu.
Das alles ist schon rätselhaft und man fragt sich, was die Motive und die Hintergründe sein könnten.
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Interessant sind aber auch die Ergebnisse der Ortschaftsrats-Wahlen.
In Obergrombach (Grafik links) ist die SPD nur noch drittstärkste Partei, die Freien Wähler haben sie sehr deutlich überholt.

Dass die CDU die absolute Mehrheit hat ist nur noch eine marginale Randerscheinung in Obergrombach, da ist man mehrheitlich immer schon damit zufrieden gewesen, dass die Konservativen sagen, wo es langgeht.

Der regelrechte Absturz der SPD im Ort dagegen ist alarmierend für die Partei.
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Oben sind von links nach rechts die OR-Ergebnisse der Ortsteile Heidelsheim, Helmsheim und Büchenau abgebildet.
Auffallend, aber keineswegs neu ist die Situation in Helmsheim, wo die FW sogar die absolute Mehrheit haben, mehr als ärgerlich ist aber andererseits, dass es die unsäglichen Braunen in Büchenau auf über 2 % der Stimmen geschafft haben.
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Ein Ausreißer der besonderen Art dagegen ist das immer schon deutlich rot angehauchte Untergrombach (siehe Grafik rechts). Hier ist die SPD die stärkste Partei und dürfte auch weiterhin den Ortsvorsteher stellen. Aber auch die Sozis brauchen ab und zu ein paar Streicheleinheiten.
Insgesamt also ein ziemlich uneinheitliches Bild. Und natürlich ein weiterer Beweis dafür, dass bei Kommunalwahlen weniger die Parteien sondern viel mehr die Personen (vor allem bei den Ortschaftsräten) zählen.
Nach Abschaffung der unechten Teilortswahl ist auch das eingetreten, was viele Kritiker befürchtet und bemängelt haben: Die Obergrombacher SPD zum Beispiel stellt keine Gemeinderatsvertreter mehr. Untergrombach ist mit gleich 2 Personen vertreten und Büchenau entsendet den Fraktionsvorsitzenden Schäfer, was aber nur die besondere Situation der Parteien oder der Kandidaten wiederspiegelt.

Nun müssen wir alle die/den neue/n Oberbürgermeister/in abwarten. Es kann nur noch besser und transparenter in und um Brusl werden.

A.S (09.06.09)