Totalschaden bei der International University
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Nun ist es soweit: Nach allen, teilweise jahrelangen Durchhalteparolen, nach plakativ zur Schau gestelltem Optimismus holt die Realität die Doll´schen Uni-Stadt-Träume ein.

Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, legt die IU Bruchsal eine "Bruchlandung" hin, die sich gewaschen hat. Die Zeitung will erfahren haben, dass die Uni ihre Pforten zum 1. September 2009 dicht macht. Allein in diesem Jahr soll der Eigentümer der Einrichtung, die "Educationtrend", mit der Hochschule über 2 Millionen Euro Verlust gemacht haben. Man sei nicht mehr "flüssig" - ergo ein Totalschaden.

"Educationtrend" war vor zwei Jahren in die IU eingestiegen, bekam alles für einen Schnäppchenpreis und wollte in spätestens 3 Jahren gesund und leistungsfähig sein. Zuvor hatte das jahrelange Mismanagement vor allem der ersten Rektorin gekonnt für Fehler und Pannen gesorgt, während der OB Doll großzügig wegsah.

Allein das Land Baden-Württemberg hatte in die IU bisher 5 Millionen Euro gesteckt und die Moneten mit einer Bankbürgschaft abgesichert. Wenn die Uni jetzt also Insolvenz anmeldet, zahlt - wie immer, wenn es richtig schief geht - der Steuerzahler.

Die Stadt Brusl hat auch viele hunderttausende über die Jahre verloren, indem sie in die Bausubstanz und in Studentenwohnungen investierte und das gesamte Gelände zu einem unter den üblichen Sätzen liegenden Preis zur Verfügung stellte.

Das Ganze ist natürlich letztlich vor allem auch ein Drama für die derzeit eingeschriebenen Studenten, die sich verständlicherweise lautstark wehren, für die dort Beschäftigten gilt natürlich das Gleiche. Die Professoren wollen die Uni mit Unterstützung aus der Wirtschaft selbst übernehmen. Angeblich würden dafür etwa 6 Millionen Euro nötig.

Ein Haufen Geld. Und insgesamt ein für alle Beteiligten teueres Abenteuer.

A.S (13.07.09)